Zu einem intensiven Austausch traf sich SPD-Landratskandidat Bjarne Allruth mit der Vorsitzenden des Migrationsrates des Landkreises Holzminden, Gülseren Aybay, sowie weiteren Mitgliedern des Gremiums. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Arbeit des Migrationsrates, aktuelle Herausforderungen bei der Integration sowie die zukünftige Unterstützung durch den Landkreis.

Der vor sechs Jahren gegründete Migrationsrat vertritt die Interessen von Menschen mit Migrationsgeschichte im Landkreis Holzminden und bringt sich über die beratende Mitarbeit in einigen Ausschüssen des Kreistages aktiv in politische Entscheidungsprozesse ein. Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben zu fördern.

Die Mitglieder des Migrationsrates zeigten sich erfreut über das Interesse an ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Gleichzeitig machten sie deutlich, dass die Einbindung des Gremiums in politische Prozesse weiter ausgebaut werden könne.

Ein zentrales Thema des Gesprächs war die Bedeutung der deutschen Sprache für eine gelingende Integration. Sprachkenntnisse seien entscheidend für den Zugang zu Behörden, Bildung und Arbeitsmarkt. Vor diesem Hintergrund wurde auch die geplante Kürzung von Mitteln für Sprachkurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge kritisch betrachtet.

Allruth begrüßte das Engagement des Migrationsrates, der sich unter anderem durch eigene Projekte und die Unterstützung von Sprachkursangeboten – ohne dabei in Konkurrenz zur Kreisvolkshochschule zu treten - aktiv für Integration einsetzt. „Sprache ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Deshalb ist es wichtig, dass Menschen vor Ort Unterstützung und Orientierung erhalten. Ich freue mich sehr über das große Engagement des Migrationsrates und die vielen Projekte, die dazu beitragen, dass sich Menschen willkommen und angenommen fühlen“, betonte Allruth.

Im Gespräch wurde zudem deutlich, dass viele Zugewanderte dauerhaft im Landkreis leben und mit ihren beruflichen Qualifikationen einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten. „Viele der Menschen, die zu uns kommen, bringen wertvolle Fähigkeiten und Erfahrungen mit. Eine erfolgreiche Integration stärkt nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern auch unseren Wirtschaftsstandort“, so Allruth. Die Förderung demokratischer Teilhabe und eines respektvollen Miteinanders müsse dabei gemeinsames Ziel sein.

Auch die Frage, wie der Landkreis die Arbeit des Migrationsrates künftig noch stärker unterstützen kann, wurde ausführlich diskutiert. Aus dem Gespräch nahm Allruth zahlreiche Anregungen mit. Zum Abschluss vereinbarten die Teilnehmenden, den begonnenen Austausch fortzusetzen.